Wie mein Preis zustande kommt
„Das ist ganz schön viel für ein bisschen Plastik“ – eine faire Frage, und ich beantworte sie lieber vorher als hinterher. Auf dieser Seite steht, wofür Sie bezahlen. Keine Preisliste: Was Ihr Teil kostet, rechnet der Preisrechner an Ihrer Datei aus und zeigt die Aufteilung gleich mit an.
Woraus der Preis besteht
Jeder Preis, den ich nenne, setzt sich aus denselben vier Posten zusammen. Der Rechner weist sie einzeln aus – Sie sehen also nicht nur die Summe, sondern auch, welcher Anteil woher kommt. Ausführlich mit Richtwerten: Was kostet 3D-Druck?
Material
Was tatsächlich verbaut wird, plus der Anteil, der als Stützstruktur und Anfahrt wieder in den Abfall geht. Bei technischen Werkstoffen ist das mehr als bei Baumarkt-Filament: PA6-CF und PAHT-CF müssen vor dem Druck getrocknet werden, und die Kohlefasern verschleißen die Düse, weshalb dort eine gehärtete läuft.
Bei den meisten Teilen ist das der kleinste der vier Posten.
Druckzeit
Die Zeit, die die Maschine wirklich läuft – gerechnet aus Ihrer Geometrie, nicht geschätzt. Ein Gehäuse mit dünnen Wänden druckt stundenlang bei wenig Material; ein massiver Klotz ist schnell fertig und schwer. Deshalb sagt das Gewicht allein wenig über den Preis.
Läuft ein Drucker 14 Stunden für Ihr Teil, kann er in der Zeit nichts anderes.
Arbeit
Datei prüfen, Ausrichtung festlegen (die entscheidet über die Festigkeit), slicen, Maschine einrichten, Stützen entfernen, Maße kontrollieren, verpacken. Das ist der Teil, den man dem fertigen Teil nicht ansieht – und der Grund, warum ein Automat im Internet billiger sein kann und trotzdem oft nicht passt.
Konstruktion und Reverse Engineering rechne ich getrennt ab: 20 €/Stunde, und nur nach Absprache.
Betriebskosten
Strom, Wartung, Düsen, Druckplatten, Trocknungsgeräte, Verpackung, Versicherung, Software. Anteilig auf den Auftrag umgelegt – nicht als Extraposten, der am Ende noch dazukommt.
Alle Preise netto, zzgl. 19 % MwSt. Privatkunden sehen den Bruttopreis.
Warum ein kleines Teil nicht drei Euro kostet
Weil das Material der kleinste Posten ist. Was je Auftrag anfällt, fällt an, egal ob das Teil 8 Gramm oder 800 Gramm wiegt:
- Anfrage lesen, Datei prüfen, Rückfragen klären
- Ausrichtung und Druckparameter festlegen
- Drucker einrichten, Platte vorbereiten, Material laden und ggf. trocknen
- Teil abnehmen, Stützen entfernen, Maße prüfen
- Verpacken, Versandschein, zur Post
Deshalb gilt ein Mindestauftragswert von 25,00 € netto (29,75 € brutto). Einzelstücke sind trotzdem willkommen – der Betrag deckt nur diesen Grundaufwand ab.
Der Hebel liegt bei Ihnen: Diese Kosten fallen je Bestellung einmal an, nicht je Teil. Wer drei verschiedene Teile in eine Bestellung legt, zahlt sie einmal statt dreimal. Der Rechner zeigt Ihnen den Betrag an, sobald Sie ein zweites Teil dazulegen.
Warum mehr Stück günstiger werden – und ab wann nicht mehr viel
Das Einrichten fällt einmal an und verteilt sich auf alle Teile. Dazu kommt, dass eine volle Druckplatte die Maschinenzeit besser ausnutzt als ein einzelnes Teil in der Mitte. Das Material wird dagegen nicht billiger – deshalb flacht die Kurve ab:
Was eine Kleinserie ungefähr kostet
- Ab 5 Stück (kleines Teil, ca. 25 g) ab 5,00 €/Stück (Mindestauftragswert)
- Ab 25 Stück ab ca. 3,45 €/Stück
- Ab 50 Stück ab ca. 3,40 €/Stück
- Ab 50 Stück in PA6-CF ab ca. 6,60 €/Stück
Der Stückpreis sinkt vor allem über die Einrichtung, die sich auf die Menge verteilt – nicht über das Material. Ab etwa 25 Stück flacht die Kurve deutlich ab.
Alle Angaben netto zzgl. 19 % MwSt. und als Orientierung zu verstehen – der Preis hängt an Größe, Druckzeit, Material und Nacharbeit. Der Mindestauftragswert liegt bei 25 € netto. Die Kalkulation lege ich im Angebot offen. Datei hochladen und genauen Preis erhalten →
Richtwerte für ein kleines Teil. Der Rechner gibt Ihnen für Ihr Teil echte Stufen aus – jede davon ist eine vollständig durchgerechnete Bestellung, kein prozentualer Abschlag auf den Einzelpreis. Wo eine größere Menge nichts bringt, weil die zweite Platte nur halb voll wird, zeigt er die Stufe erst gar nicht an.
Was nicht dazukommt
Das Angebot
Anfrage, Angebot und die Beratung dazu kosten nichts – auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Eine zweite Runde beim Prototyp
Änderungen am selben Bauteil rechne ich mit dem tatsächlichen Mehraufwand ab, nicht neu von vorn.
Versteckte Zuschläge
Kein Rüstzuschlag obendrauf, keine Dateigebühr, keine Bearbeitungspauschale. Was im Angebot steht, steht auf der Rechnung.
Versand innerhalb Deutschlands ab 5,49 € netto (6,53 € inkl. MwSt., Päckchen bis 2 kg) — schwerere Sendungen kosten nach Gewicht entsprechend mehr und stehen im Angebot; im Shop ab 150,00 € netto (178,50 € inkl. MwSt.) versandkostenfrei. Selbstabholung in der Werkstatt kostet nichts. Einzelheiten unter Zahlung und Versand.
Kurz gefragt zum Preis
Warum kostet ein kleines 3D-gedrucktes Teil nicht drei Euro?
Weil das Material der kleinste Posten ist. Anfrage prüfen, Datei vorbereiten, Drucker einrichten, Teil kontrollieren, verpacken und versenden fallen bei einem kleinen Teil genauso an wie bei einem großen. Deshalb gilt ein Mindestauftragswert von 25 € netto.
Woraus setzt sich der Preis beim 3D-Druck zusammen?
Aus vier Teilen: Material, Druckzeit an der Maschine, Arbeitszeit für Vorbereitung und Qualitätskontrolle sowie anteilige Betriebskosten. Der Preisrechner zeigt diese vier Positionen für Ihr Teil einzeln an.
Warum wird der Stückpreis bei größerer Menge günstiger?
Weil das Einrichten nur einmal anfällt und sich auf alle Teile verteilt, und weil eine volle Druckplatte die Maschinenzeit besser ausnutzt. Ab etwa 25 Stück flacht die Kurve deutlich ab. Das Material wird dagegen nicht billiger.
Kostet ein Angebot etwas?
Nein. Anfrage, Angebot und die Beratung dazu sind kostenlos, auch wenn daraus kein Auftrag wird. Berechnet wird nur Konstruktion und Reverse Engineering, und das nur nach vorheriger Absprache.
Rechnen Sie selbst nach
Datei hochladen, Material wählen, Stückzahl eintragen – der Rechner gibt Ihnen den Preis samt Aufteilung auf die vier Posten und die Lieferzeit aus. Die Lieferzeit ist dabei kein Katalogwert, sondern gerechnet aus dem, was gerade in der Werkstatt liegt.
Keine Anmeldung, keine Mailadresse nötig, um den Preis zu sehen.