Leistungen · 3D-Scan

3D-Scan: Bauteile digitalisieren, auch ohne CAD-Datei

Kein CAD, kein Zeichnung, aber ein physisches Bauteil? Mit 3D-Scanning erfassen wir die Geometrie des Teils und erstellen daraus eine nutzbare 3D-Datei – als Grundlage für Nachfertigung, Reverse Engineering oder Dokumentation.

3D-gescannte Bauteile bei Stef's 3D Druck
Ohne CAD-Datei starten Physisches Teil genügt – wir digitalisieren die Geometrie direkt vom Objekt.
Reverse Engineering Nicht mehr lieferbare oder nicht dokumentierte Teile lassen sich so erfassen und nachfertigen.
Vom Scan bis zum Druck Wir übernehmen den gesamten Weg: Scan, Dateiaufbereitung, Druck und Nachbearbeitung.
Was steckt dahinter

Wie 3D-Scanning funktioniert

Beim 3D-Scanning wird ein physisches Objekt von mehreren Seiten erfasst und daraus eine digitale Punktwolke berechnet. Diese wird zu einem geschlossenen 3D-Modell aufbereitet und kann dann als STL- oder STEP-Datei für den 3D-Druck oder die weitere Konstruktion genutzt werden.

Das Ergebnis ist keine simple Kopie, sondern eine sauber aufbereitete 3D-Datei, die sich weiterverarbeiten, skalieren oder anpassen lässt.

Wann lohnt sich das?

Gut geeignet, weniger geeignet

  • Gut: Organische Formen, unregelmäßige Geometrien ohne Konstruktionsunterlagen
  • Gut: Ersatzteile nachfertigen, wenn kein Original-CAD existiert
  • Gut: Dokumentation und As-built-Erfassung vorhandener Bauteile
  • Weniger geeignet: Einfache Geometrien, die schneller manuell modelliert werden
  • Weniger geeignet: Sehr kleine Teile unter ca. 10 mm oder hochglänzende Oberflächen ohne Hilfsmittel
Typische Anwendungen

Wofür 3D-Scan konkret genutzt wird

Ersatzteile ohne Vorlage

Original-Hersteller nicht mehr erreichbar, keine Zeichnung vorhanden. Das Musterteil oder ein defektes Original reicht aus – wir scannen und fertigen nach.

Mehr zu Ersatzteilen →

Reverse Engineering

Ältere Maschinen, Sonderbauteile, kundenspezifische Teile ohne CAD-Basis. 3D-Scan liefert die Ausgangsdatei für Re-Konstruktion oder direkte Nachfertigung.

Mehr zu Sonderanfertigungen →

Dokumentation & Qualitätsprüfung

Geometrische Erfassung von Ist-Zuständen: Produktionsabweichungen erkennen, Bauteile archivieren oder Baugruppen digital dokumentieren.

Anfrage stellen →
Ablauf

Von Teil zu Datei in klaren Schritten

  1. Teil einsenden oder vorbeibringen – Muster, defektes Bauteil oder Referenzstück
  2. Scan und Aufnahme – Erfassung der Geometrie von mehreren Seiten
  3. Dateiaufbereitung – Punktwolke zu sauberem 3D-Modell (STL oder STEP)
  4. Optional: Anpassung – Geometrie optimieren, Maße anpassen, Wandstärken überarbeiten
  5. Direkt weiter zum Druck – Wir fertigen das Teil auf Wunsch auch gleich mit
Gescanntes und nachgefertigtes Ersatzteil
Scan + Druck

Komplette Kette: vom physischen Teil zurück zum Bauteil

Der Vorteil bei uns: Scan und Fertigung liegen in einer Hand. Das verkürzt den Weg erheblich – keine aufwendige Übergabe an einen zweiten Dienstleister, keine Dateikompatibilitätsprobleme.

Scan → Datei

Sie benötigen nur die 3D-Datei für eine eigene Weiterverarbeitung oder ein anderes Fertigungsverfahren? Kein Problem – wir liefern STL oder STEP, aufbereitet und druckfertig.

Scan → Datei → Druck

Wir scannen das Teil, bereiten die Datei auf und fertigen es direkt im FDM- oder MSLA-Verfahren. Das ist die effizienteste Option, wenn Sie möglichst schnell ein neues Teil in der Hand haben wollen.

Für technisch anspruchsvolle Teile empfehlen wir je nach Einsatz PETG, Nylon PA oder PPS‑CF. Mehr dazu unter Materialübersicht.

Für wen

3D-Scan kommt besonders häufig zum Einsatz bei

Industrie & Instandhaltung

Verschlissene oder abgekündigte Maschinenteile ohne Werksdokumentation digitalisieren und ersetzen.

Industrie →

Handwerk & Gewerbe

Defekte Halterungen, Adapter und Funktionsteile aus dem Tagesgeschäft schnell erfassen und nachfertigen.

Handwerk →

Privatkunden & Hobbybastler

Lieblingsteile, Vintage-Bauteile oder Einzelstücke ohne CAD-Vorlage – wir bringen sie ins Digitale.

Privatkunden →

Bauteil digitalisieren lassen – direkt anfragen

Schicken Sie uns ein Foto oder eine kurze Beschreibung. Wir prüfen, ob 3D-Scan der richtige Weg ist, und geben eine schnelle Einschätzung.

FAQ
Welche Teile lassen sich gut scannen?

Am besten funktioniert 3D-Scanning bei Teilen mit matten Oberflächen, komplexen oder organischen Geometrien und Abmessungen ab ca. 20 mm. Sehr glänzende oder transparente Oberflächen erfordern Hilfsmittel (Scanspray, Kontrastpuder). Sehr kleine, feine Strukturen unter ~5 mm Detailgröße lassen sich mit Photogrammetrie nicht immer sauber auflösen – hier kann MSLA-Resin-Fertigung nach manueller Modellierung sinnvoller sein.

Kann ich nur den Scan bekommen, ohne Druck?

Ja. Wir liefern das fertige 3D-Modell als STL oder STEP, aufbereitet und direkt verwendbar. Sie können die Datei dann selbst weiterverarbeiten, in ein anderes Fertigungsverfahren geben oder als Archiv nutzen.

Wie genau ist das Ergebnis?

Die erreichbare Genauigkeit hängt von Geometrie, Teilgröße und Oberflächenbeschaffenheit ab. Typisch sind Abweichungen von ±0,2–0,5 mm. Für Passungen oder Funktionsflächen, bei denen engere Toleranzen gefragt sind, besprechen wir das vorab und passen die Nachbearbeitung entsprechend an.

Muss ich das Teil einschicken oder kann ich vorbeikommen?

Beides ist möglich. Für eine erste Machbarkeitsprüfung reicht oft schon ein gutes Foto mit Maßstab oder einem Lineal im Bild. Für den eigentlichen Scan müssen wir das Teil in der Hand haben – entweder per Post oder Sie kommen kurz nach Landshut vorbei.

Kann das gescannte Teil auch angepasst werden?

Ja. Wenn das Original bekannte Schwachstellen hat oder leicht modifiziert werden soll (andere Befestigung, angepasste Wandstärke, geändertes Maß), passen wir das im Zuge der Dateiaufbereitung mit an. Größere konstruktive Änderungen besprechen wir vorab kurz.

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