Lohnfertigung mit Rückverfolgung, NDA und festen Kapazitäten
Wenn Sie die Fertigung abgeben, geben Sie Material, Daten und ein Stück Verantwortung mit. Deshalb steht hier, wie ich damit umgehe: beigestelltes Material getrennt gelagert, jede Druckplatte einer Charge zugeordnet, gedruckt wird über den eigenen Server statt über eine Herstellercloud.

Fertigung mit Ihrem eigenen Werkstoff
Manche Serien laufen nur mit einem bestimmten Werkstoff — weil er freigegeben ist, weil die Farbe festliegt oder weil die Charge dokumentiert sein muss. In dem Fall stellen Sie das Material bei, und ich fertige damit.
- Getrennte Lagerung – Ihr Material liegt für sich, mit eigener Kennzeichnung, und wird ausschließlich für Ihre Aufträge verarbeitet.
- Chargen-Rückverfolgung je Druckplatte – jede Platte wird mit der verwendeten Charge erfasst. Zu jedem Teil lässt sich damit sagen, woraus es entstanden ist.
- Chargenprotokoll zu jeder Lieferung – welche Charge, welche Platten, welche Menge. Das Protokoll liegt der Lieferung bei und muss nicht angefordert werden.
Restmengen bleiben Ihr Eigentum und werden mit dem Bestand ausgewiesen. Angebrochene Rollen lagere ich trocken; welche Mengen zurückgehen oder für den nächsten Abruf liegen bleiben, stimmen wir ab.
Wie das Protokoll aussieht, müssen Sie sich nicht vorstellen — hier ist eines, ausgefüllt mit erfundenen Daten:

Was mit Ihren Daten passiert — und was nicht
Bei Lohnfertigung bekomme ich in der Regel mehr als eine Geometrie: oft auch den Verwendungszweck, manchmal das halbe Produkt. Dafür gibt es klare Regeln, und zwar vor der ersten Datei.
NDA vor der Datenübergabe
Eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibe ich gern — Ihre Vorlage oder meine. Sie steht am Anfang, nicht nach dem Testauftrag.
Druck im lokalen Netzwerk
Die Drucker laufen über den eigenen Server im Haus, nicht über eine Herstellercloud: Kein Hersteller bekommt Ihre Geometrie zu sehen, und zum Drucken muss nichts ins Internet. Ihre Dateien selbst erreichen mich per Mail und liegen in meinem geschäftlichen Google-Konto, auf das nur ich Zugriff habe. Wenn Ihre Daten das Haus gar nicht verlassen dürfen, sagen Sie mir das vor der Übergabe — dann finden wir einen anderen Weg.
Keine Veröffentlichung
Kundenteile zeige ich nicht — weder als Foto, als Referenz noch im Shop. Auch nicht angeschnitten oder unkenntlich gemacht. Das gilt, solange Sie ein Bild nicht ausdrücklich freigeben: Die Referenzen zeigen nur abgestimmte Beispiele. Mit einer Geheimhaltungsvereinbarung wird das Verbot bei Ihnen vermerkt und gilt dann ohne Ausnahme.
Mehrere Farben in einem Bauteil, auch in Serie
Mehrfarbige Teile sind kein Einzelstück-Thema. Beschriftungen, Farbcodierungen und zweifarbige Oberflächen lassen sich direkt im Druck erzeugen — ohne Lackieren, ohne Aufkleber, ohne zweiten Arbeitsgang.
- Mehrere Materialfarben in einem Bauteil, in einem Druckgang
- Farbwechsel als Teil der Geometrie, nicht als Nacharbeit
- Gleiches Ergebnis über die ganze Serie, weil die Zuordnung in den Druckdaten steht
Was der Mehrfarbdruck kostet, hängt weniger an den Farben als am Materialwechsel: Bei jedem Wechsel wird gespült, und das Spülmaterial zählt mit. Bei Serien lässt sich das über die Plattenbelegung deutlich drücken — genau das ist einer der Gründe für den Testauftrag.

In vier Schritten zum Serienpreis
Der Weg ist bewusst so gebaut, dass die Zahl am Ende belastbar ist und nicht vorne geraten wird.
- 1. AnfrageGeometrie, Stückzahl je Abruf, Material und Zeitrahmen. Eine Skizze mit Maßen reicht für den Anfang — STEP ist besser.
- 2. NDAVor der Übergabe der Daten. Ihre Vorlage oder meine; beides ist in der Regel am selben Tag erledigt.
- 3. TestauftragEine kleine Menge unter Serienbedingungen. Daraus kommen die echten Druckzeiten, die Plattenbelegung und der Nacharbeitsaufwand — und Sie haben ein Teil in der Hand, bevor Sie sich binden.
- 4. Serienpreis je SetKalkuliert auf den Zahlen aus Schritt 3, nicht auf einer Schätzung. Dazu die Kapazität je Abruf und die Lieferzeit, mit der Sie planen können.
Was Sie zeitlich einplanen können
Die Vorlaufzeit liegt in der Regel bei etwa fünf Werktagen ab Auftragsfreigabe. Bei laufenden Serien reserviere ich feste Kapazitäten: Dann liegt vorher fest, wie viele Sets pro Woche möglich sind, und der Abruf muss sich nicht gegen Tagesgeschäft durchsetzen.
- In der Regel ca. 5 Werktage Vorlauf ab Freigabe
- Bei Serien feste Kapazität je Woche oder je Abruf, vorher vereinbart
- Mehrere Drucker im Haus — ein Ausfall verschiebt den Termin, er kippt ihn nicht
- Engere Termine gehen, wenn Kapazität frei ist; bitte bei der Anfrage sagen
Maßlich nenne ich ±0,3 mm bis 100 mm Kantenlänge, darüber ±0,3 % der Nennmaßlänge — bei 300 mm also ±0,9 mm. Schrumpf wächst mit der Länge; eine feste Millimeterangabe quer über ein großes Teil wäre eine Zusage, die ich nicht halten könnte. Wo Funktionsflächen enger sein müssen, klären wir das am Testauftrag statt an der Zeichnung.
Toleranzen im Detail →
Deutschland, Österreich und die EU
Versand in die EU
Ich liefere nach Österreich und in die übrige EU. Versandart und Takt richten sich nach Menge und Gewicht je Abruf.
B2B auf Rechnung
Geschäftskunden zahlen auf Rechnung. Bei laufenden Serien lässt sich die Abrechnung je Abruf oder gesammelt pro Monat führen.
Reverse Charge
Bei gültiger USt-IdNr. des Empfängers stelle ich als innergemeinschaftliche Lieferung ohne deutsche Umsatzsteuer aus. Die USt-IdNr. bitte bei der Anfrage angeben.
Wofür ich geradestehe — und wofür nicht
Das gehört an den Anfang und nicht ins Kleingedruckte, weil es im Zweifel teuer wird: Ich fertige nach Ihrer Vorgabe. Geometrie, Material und Parameter kommen von Ihnen oder werden mit Ihnen abgestimmt, und dafür stehe ich gerade — gefertigt wird, was vereinbart ist, in der vereinbarten Qualität, dokumentiert über das Chargenprotokoll.
Die Konformitätsbewertung des fertigen Produkts liegt dagegen beim Auftraggeber. Dazu gehören zum Beispiel die CE-Kennzeichnung, die Spielzeugnorm EN 71 oder die Eignung für Lebensmittelkontakt. Als Lohnfertiger nehme ich diese Bewertung nicht vor und kann sie nicht zusichern — auch dann nicht, wenn das Material des Herstellers entsprechende Angaben mitbringt. Entscheidend ist das fertige Produkt in seiner Anwendung, und das kennt der Inverkehrbringer.
Wenn Sie eine solche Anforderung haben, sagen Sie es bitte früh. Dann lässt sich die Fertigung darauf ausrichten — etwa über die Materialwahl, über eine durchgängige Chargendokumentation oder über getrennte Werkzeuge und Düsen.

Lohnfertigung oder Kleinserie?
Beides sind Stückzahlen, aber zwei verschiedene Fragen. Geht es darum, ob sich Druck gegenüber einem Werkzeug rechnet, sind Sie bei den Kleinserien richtig. Geht es darum, einen Fertigungsschritt dauerhaft abzugeben, ist es Lohnfertigung.
Serienfertigung anfragen
Schicken Sie mir Geometrie, Stückzahl je Abruf und den Zeitrahmen. Ich sage Ihnen, ob es passt, was der Testauftrag kostet und wann er laufen kann.
Können Sie mit beigestelltem Material fertigen?
Ja. Beigestelltes Material lagere ich getrennt von meinem eigenen Bestand und verarbeite es ausschließlich für Ihre Aufträge. Jede Druckplatte wird der verwendeten Charge zugeordnet, und zu jeder Lieferung gehört ein Chargenprotokoll. Damit lässt sich im Nachhinein zu jedem Teil sagen, aus welcher Charge es stammt. Ein ausgefülltes Muster können Sie sich ansehen.
Unterschreiben Sie eine Geheimhaltungsvereinbarung?
Ja, eine NDA unterschreibe ich gern, und zwar vor der ersten Datenübergabe. Gedruckt wird im lokalen Netzwerk: Die Drucker hängen nicht in einer Herstellercloud, zum Drucken muss nichts ins Internet. Ihre Dateien selbst erreichen mich per Mail und liegen in meinem geschäftlichen Google-Konto, auf das nur ich Zugriff habe — wenn das für Sie nicht in Frage kommt, sagen Sie es vor der Übergabe, dann finden wir einen anderen Weg. Kundenteile veröffentliche ich grundsätzlich nicht — weder als Foto noch als Referenz. Gezeigt wird nur, was Sie ausdrücklich freigeben; ohne diese Freigabe passiert es nicht. Mit einer NDA wird das Verbot bei Ihnen vermerkt und gilt für jeden weiteren Auftrag.
Wie kommt der Serienpreis zustande?
Über einen Testauftrag. Erst daraus ergeben sich die tatsächlichen Druckzeiten, die Belegung der Druckplatte und der Nacharbeitsaufwand je Teil. Auf dieser Grundlage kalkuliere ich den Serienpreis je Set. Eine Schätzung vor dem ersten Druck wäre eine Zahl, die später nach oben korrigiert werden müsste.
Liefern Sie auch nach Österreich und in die EU?
Ja. Innerhalb der EU liefere ich an Geschäftskunden auf Rechnung. Bei gültiger USt-IdNr. des Empfängers stelle ich als innergemeinschaftliche Lieferung ohne deutsche Umsatzsteuer aus; die Steuer schuldet der Empfänger im Bestimmungsland (Reverse Charge). Die USt-IdNr. bitte bei der Anfrage angeben.
Wer ist für CE-Kennzeichnung und Konformität verantwortlich?
Der Auftraggeber. Ich fertige nach Ihrer Vorgabe — Geometrie, Material und Parameter kommen von Ihnen oder werden mit Ihnen abgestimmt. Die Konformitätsbewertung des fertigen Produkts, etwa CE, EN 71 für Spielzeug oder die Eignung für Lebensmittelkontakt, liegt beim Inverkehrbringer. Als Lohnfertiger nehme ich diese Bewertung nicht vor und kann sie nicht zusichern.
Wie lange ist die Vorlaufzeit?
In der Regel etwa fünf Werktage ab Auftragsfreigabe. Bei laufenden Serien vereinbaren wir vorher feste Kapazitäten — dann steht fest, wie viele Sets pro Woche möglich sind, und der Abruf konkurriert nicht mit dem Tagesgeschäft. Engere Termine sind bei freier Kapazität möglich; bitte bei der Anfrage erwähnen.